Let's leserbrief: Stuttgarter Wochenblatt

Nachdenklich stimmt mich das Legen einer Rohrbombe ohne Bekennebrief in der S-Bahnstation Hbf. haben die Täter Angst davor, im Zuge der Rechtschreibereform nict mehr verstanden zu werden, so hätte es doch gereict, eine beliebige Ausgabe des Stuttgarter Wochenblattes beizlegen. Vielleicht hätten wir alle dann nicht genau gewußt, wen die Bombe zerfetzen sollte, aber klargestellt wäre gewesen, daß die Legung jemanden zu treffen beabsichtigte, der es verdient gehabt hätte. Denn wem es nicht alles gälte, daß ihm einmal das Hnadwerk gelegt würde, das wissen wir Leser des Stuttgarter Tagebuches dank der unermüdlichen Recherchen unseres verehrten Fred Wiesen doch immer ganz genau.

In diesem Sinne begrüße ich die öffentliche und feierliche Bombenlegung für ein Stuttgart 21 am rechten Fleck. Endlich engagiert sich unsere Obrigkeit einmal rechtzeitig für eine konkrete Zukunftsentwicklung. Bevor wieder einmal gottlose Antriber und Miesmacher aller Couleur dazwischenfunken können, tickt unser kleiner Stern in Form eines Zukunftssprengsatzes unter den Fundamenten des demnächst schönsten und, wie sich bald heraustellen wird, sowieso als einzigem funktionierenden Stadtteil und weist uns den Weg, den unsere heimgekehten Urenkel einmal beschreiten werden. wn sollte das ungerührt lassen? Wir drücken die Daumen!

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